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Seelenwalzer auf der Gartenschau

Fritz Föttinger stellt im Themengarten von Sabine Weber aus Gespräch mit der Bayreuther Sonntagszeitung.

Künstler Fritz Föttinger ist begeistert von der Landesgartenschau, die in jedem Fall eine Aufwertung für Bayreuth und die Region bedeutet. Der Stadtteil Hammerstadt bekommt in der Oberen Au einen herrlichen neuen Park. „Kunst und Park gehörten schon in früherer Zeit immer zusammen. Dies kann man zum Beispiel am Markgräflichen Park der Eremitage studieren, wo an den Wegen auch überall Skulpturen stehen. Der Adel schaffte so eine Verbindung von Natur, Kunst und Kultur“, so Föttinger. In ähnlichem Sinne, nur mit moderneren Formen der Skulpturen, sieht der Obernseeser Künstler auch seine Beteiligung am Landschaftsgartenprojekt von Sabine Weber. „Wir haben uns über die Kunst und meine Bilder kennengelernt und letztlich beschlossen, ein gemeinsames Projekt für die Landesgartenschau auf die Beine zu stellen“, erklärte Föttinger. Konkret will er im Garten „Seelenwalzer“ zwei große Figuren, die ein Liebespaar mit einer Pflanze in der Hand darstellen, aufstellen. „Die Pflanze schaut aus wie eine große Tulpenblüte. Die Figuren passen gut, zumal man für einen Seelenwalzer ja auch immer zwei Personen braucht.

Seelenwalzer auf der GartenschauEs ist quasi ein tanzendes Paar, was die Idee des Gartens unterstützt“, schmunzelte Föttinger. Die beiden Figuren sind wie viele Skulpturen von Fritz Föttinger aus dem Eisen historischer landwirtschaftlicher Geräte gefertigt und bekommen durch ihre rostige Farbe für den Betrachter einen besonderen, unverfälschlichen Reiz. Außerdem plant Föttinger, noch ein bis zwei weitere Kunstwerke mit auszustellen. In jedem Fall soll eine Vogelgruppe den Weg in den Themengarten von Sabine Weber finden, die quasi mit den Grashalmen eine Harmonie eingehen. Die Arbeiten für die Vogelgruppe liegen gerade in den letzten Zügen, ließ der Künstler wissen. Der Themengarten „Seelenwalzer“ wird bis zum Baustellenfest der Landesgartenschau am 20. September fertiggestellt sein.

Bis zur offiziellen Eröffnung der Schau am 22. April 2016 wird der Garten dann ausreichend an- und zugewachsen sein, um sein beabsichtigtes Flair verbreiten zu können. Nach Abschluss der Landesgartenschau werden die von Mitgliedern des Berufsverbandes Garten- und Landschaftsbau entworfenen Themengärten wieder abgebaut. rs BAYREUTH. Die Vorbereitungen und Vorarbeiten für die Landesgartenschau 2016 in Bayreuth sind voll im Gange. Unter anderem entstehen auf dem Gelände im Wilhelminenpark auch sieben Muster- und Themengärten. Einer davon ist der Garten „Seelenwalzer“ der Landschaftsgärtnerei „Gartenschmiede“ von Sabine Weber aus Schanz bei Eckersdorf. Als Besonderheit wird der Mustergarten mit Kunstwerken des überregional bekannten Künstlers Fritz Föttinger aus Obernsees ausgeschmückt.

200 Quadratmeter groß wird der Mustergarten „Seelenwalzer“. „Die Gestaltung wird sehr viel Ruhe ausstrahlen, es soll ein Rückzugsort entstehen, in dem man die Seele baumeln lassen und Kraft schöpfen kann. Außen herum wird eine 2,50 Meter hohe Hecke gepflanzt, damit sich der Betrachter voll auf den Garten konzentrieren und alles andere außen vor lassen kann. Gestaltende Elemente sind neben Birkenbäumen auch viele Pflanzen, die aber in ihren Blütenfarben keine starken Kontraste zeigen werden. Außerdem sollen Gräser im Wind spielen“, erläuterte Sabine Weber im Sabine Weber und Fritz Föttinger mit der „Tanzpaar-Skulptur“, die demnächst ihre Heimat im Themengarten „Seelenwalzer“ auf der Landesgartenschau finden wird.
Foto: Roland Schmidt